Heute wurde in der Fakultätsratssitzung der neue Studiendekan für Informatik angekündigt. Ab 1. Jänner 2010 wird Hannes Werthner (der auch Studiendekan für Wirtschaftsinformatik ist) die Funktion übernehmen. Diese Entscheidung von Vizerektor Prechtl ist für alle sehr überraschend, da Prof. Hannes Werthner bisher kein Interesse am Amt bekundet hat und auch nicht im Vorschlag der Studienkommission an Vizerektor Prechtl enthalten war.
Damit wird Prof. Hannes Werthner im nächsten Jahr die Nachfolge von Prof. Rudolf Freund antreten. Wir möchten uns bei Rudolf Freund für die Zusammenarbeit mit uns Studierenden bedanken und nochmals herausheben, dass wir es sehr schätzen, wie er sich um unsere Belange gekümmert und sich für uns eingesetzt hat.
Wir hoffen, dass die Zusammenarbeit mit Prof. Werthner auch so angenehm und konstruktiv gestaltet werden kann.
Wie geht es weiter?
Es ist anzunehmen, dass Prof. Werthner einiges ändern wird, es kann also sein, dass sich so manche Regelung auf der Informatik im nächsten Jahr anders gehandhabt wird. Was genau Prof. Werthner vor hat werden wir in den nächsten Wochen herausfinden.
Selbstverständlich bleiben alle bisherigen von Rudi Freund ausgestellten Bescheide (z.B. für HTL-Anrechnungen, ...) gültig. An Übergangsbestimmungen für alte Studienpläne wird sich auch in Zukunft nichts ändern, da sie nicht in den Zuständigkeitsbereich des Studiendekans fallen.








eine Frechheit
Ein einziger Studiendekan für Informatik & Wirtschaftsinformatik wird in Zukunft Dinge wie Anrechnungen unmöglich machen. Werthner war ja schon als Studiendekan der Wirtschaftsinformatik mehr als ausgelastet. Der erste Kandidat (Grünbacher) für diesen Job hat sich beim Hearing der StuKo mehr als blamiert, und der liebe Herr Prechtl (sorry, O. Prof.) hat einfach den Werthner "nachgereicht", nur um Rudi Freund los zu werden, da er ihm ja zu studentenfreundlich ist. Unser zukünftiger Studiendekan hat sich nicht mal dem Hearing der StuKo unterzogen und wird einfach in den neuen (zusätzlichen) Job gesetzt.
Ich sehe schwarze Zeiten auf die Informatik an der TU zukommen. Aber vielleicht hat es der Herr Prechtl dann ja endlich geschafft, dass wir unzumutbare Zustände bekommen und endlich eine Notfallsverordnung (incl. Zugangsbeschränkungen etc...) in Kraft treten kann. Die Besetzer des HS1 kümmern sich ja ganz toll um Gleichberechtigung und um mehr Geld, aber diese Umstrukturierung, die über ein Drittel der Studierenden betrifft, dürfte ihnen anscheinend egal sein...
Wenn es nicht doch noch gelingen sollte Rudi Freund zu "halten", na dann gute Nacht (Wo sind die Demonstranten und Besetzer, wenn es wirklich um "was" geht?)
...
Laut der Meldung ist der Wechsel beschlossene Sache. Es geht also meiner Meinung nach nicht mehr darum zu versuchen Rudi Freund zu "halten".
Und ich würde sagen, dass die Studentenproteste sehr wohl gegen Entscheidungen dieser Art auftreten. Das Problem ist ja, dass diese Entscheidung vom Vizerektor ohne Berücksichtigung des Vorschlags der Studienkommission gefällt werden kann. Das fällt genau in den Bereich "Demokratisierung der Uni". Entscheidungen wie die über den Studiendekan sollen eben nicht ohne Berücksichtigung der Fakultät (Studienkommission) gefällt werden dürfen.
Und eines möchte ich noch erwähnen: So kulant Rudi Freund einerseits bei den Anrechnungen war, so chaotisch liefen seine Sprechstunden andererseits ab. Und behandelt wurde ich von ihm niemals, wie es sich gehören würde (Zitat: "Verschwindens, was stehens noch da?!"). In dieser Hinsicht kann ich mir nur eine Verbesserung vorstellen. Alles andere wird sich zeigen und es wären auch Beispiele aus seiner Tätigkeit in der Wirtschaftsinformatik interessant.
Wie sieht es rechtlich gesehen aus? Gibts da Vorschriften, was angerechnet werden muss?
Wie war eigentlich der Vorschlag der Studienkommission?
Anrechnugen rechtlich: siehe
Anrechnugen rechtlich: siehe UG §78
Vorschlag der Studienkomission war mit großer Mehrheit wieder Rudi Freund (es gab zu dem Zeitpunkt nur Prof. Grünbacher als Gegenkandidaten).
Re: ...
Andreas schreibt:
Und ich würde sagen, dass die Studentenproteste sehr wohl gegen Entscheidungen dieser Art auftreten. Das Problem ist ja, dass diese Entscheidung vom Vizerektor ohne Berücksichtigung des Vorschlags der Studienkommission gefällt werden kann. Das fällt genau in den Bereich "Demokratisierung der Uni".
Das würde ich nicht sagen. Auf der TU wurden nur sehr allgemeine Forderungen gestellt, "Demokratisierung der Unis" ist viel zu wenig, es wurde aber so gewollt. "Demokratisierung der Unis" ist etwas, dass selbst das Rektorat nicht ändern kann. Wir haben mehrmals (in Arbeitsgruppen, wo einige partout darauf bestanden haben, dass "freie Bildung für alle" eine TU-spezifische Forderung ist, in einem eigenen Forderungskatalog, der ignoriert worden ist) versucht, auch TU-spezifische Aspekte hinein zu bringen, statt dessen wurde dem Rektorat, als es im FH HS 1 war, lieber persönliche Leidensgeschichten zu den Studiengebühren erzählt. Eine verpasste Chance und eine Gelegenheit weniger, dem Rektorat gegenüber Druck in dieser und anderen Sachen auszuüben (statt dessen haben die BesetzerInnen selbst übrigens die Ersatzhörsäle organisiert - "Protestieren, aber bloß niemanden auf die Nerven gehen"?)
mfg, Mati
PS: Ich bin jedenfalls den Protesten genüber enttäuscht, nicht zuletzt auch wegen aggressiven Haltung uns (wir sind Teil der ÖH!) gegenüber. Obwohl sie zu uns natürlich immer nett waren.
Re: Re: ...
Anfangs herrschte wirklich eine ziemlich aggressive Haltung gegen die ÖH vor (dass die Fachschaften Teil der ÖH sind wurde da sicherlich nicht bedacht), was nicht zu letzt auch die AG zu verantworten hat. Im Laufe der Proteste wurde aber gesehen dass es in der ÖH auch andere Leute gibt die sich auch sehr engagiert und konstruktiv in die Proteste einbringen. Inzwischen wird die ÖH durchaus als "Verbündeter" gesehen, das gilt für die BV (wobei hier manchmal sicherlich noch etwas Skepsis herrscht) und für die HTU und die Fachschaften sowieso.
Das Problem mit den TU-internen Problemen ist ein anderes. Viele die bei den Protesten aktiv sind haben sich zuvor kaum mit der TU-"Politik" beschäftigt. Man weiß nicht was die StuKo macht, man weiß eigentlich auch gar nicht dass es sowas wie den Senat oder den UniRat überhaupt gibt. Nochweniger weiß man was unser Rektorat eigentlich den ganzen Tag so tut. Die TU-internen Probleme kennt so gut wie keiner. Man sieht vielleicht (manchmal) die Konsequenzen, aber nicht wer da jetzt hinter den Entscheidungen steht.
Außerdem haben jetzt viele die in den Protesten aktiv sind den Fokus mehr auf den Gesellschaftspolitischen Themen.
Hier ist nunmal unsere Studierenden-Vertretung gefragt, die Misstände aufzuzeigen und selbst wieder aktiver die Inhalte und Forderungen der Besetzer mitzugestalten und weiterzuentwickeln, und darüber hinaus auch aufzuzeigen, wie und vorallem auch an welchen Fronten man hier Kämpfen kann. Aktives Engagement der Fachschaften bei den Protesten ist auf jeden Fall erwünscht, und wahrscheinlich sogar notwendig! (die fsinf ist ja da eh vorbildlich).
Handlungsbedar besteht ja allemal:
Diese Woche wurde über die Köpfe der StuKo und des Fakultätsrates hinweg unser Studiendekan vom Rektorat ausgetauscht. Wie ich Heute erfahren habe hat das Rektorat diese Woche auch den Notfallparagraphen für die Architektur angewandt, was heißt, dass es ab Mitte Dezember Aufnahmebeschränkungen hier an der TU geben wird!!
Wo ist die Fachschaft wenn es um was geht?
(Wo sind die Demonstranten und Besetzer, wenn es wirklich um "was" geht?)
Gegenfrage: Wo ist die Fachschaft wenn es um was geht? Wenn in einer VO Probleme sind sind sie sofort da (gut so! weiter so!) aber ich finde einfach keinen sinnvollen Protestaufruf der Fachschaft um gegen dieses skandalöse Vorgehen zu stehen.
LG Andreas
Wenn sich zwei streiten...
Die Entscheidung für Werthner finde ich eigentlich nicht unbedingt so schlecht.
Grünbacher & Co. kenne ich zwar nicht persönlich - erscheinen mir aber von dem was ich bisher gehört habe nicht unbedingt als sinnvolle Lösung.
Und grad die Anrechnungen (die zwar nur eine von vielen Aufgaben vom Studiendekan sind, aber die ja offenbar den meisten wichtig sind) haben unter Freund eigentlich nicht wirklich optimal funktioniert. Ich sehe ja ein wenn er damit überlastet ist und es zu Wartezeiten kommt, aber dann regelmässig unangekündigt die eigenen Sprechstundenzeiten nicht einzuhalten und um Stunden verspätet zu kommen ist für mich einfach nicht akzeptabel.
Insofern freue ich mich schon auf den neuen Studiendekan und hoffe dass es zu einer guten Zusammenarbeit mit den Studenten kommt.
Anrechnungen
Und grad die Anrechnungen haben unter Freund eigentlich nicht wirklich optimal funktioniert.
Ich glaub nicht dass dies jetzt besser wird...
Also zumindest in der Winf
Also zumindest in der Winf kann ich nicht feststellen dass Herr Werthner überlastet wäre. Im Grunde macht da die Anrechnung onehin Herr Hensler und am Ende wird blind der Stempel draufgehauen :-).
Und zur Studentenfreundlichkeit des Herrn Freund kann man bei allem nötigen Respekt sagen, dass sie in manchen Fällen ja doch etwas zu weit ging. Da steht ja doch noch so mancher Vorwurf im Raum über Bachelorabschlüsse, wo net alle notwendigen Prüfungen erbracht wurden.
In dem Sinne hoffe ich mal auf das Beste :-)
Re: Also zumindest in der Winf
Lukas wrote:
Da steht ja doch noch so mancher Vorwurf im Raum über Bachelorabschlüsse, wo net alle notwendigen Prüfungen erbracht wurden.
Das hoer ich zum ersten mal, und ehrlich gesagt glaub ich auch nicht, dass das stimmt.
mfg, Mati
Also dass mit den
Also dass mit den Bachelorabschlüssen kann ich mir auch nicht vorstellen. Ich musste eher eine gegenteilige Erfahrung machen - musste um meinen Abschluss kämpfen (Anrechnung der vollen ECTS der zweisemestrigen LVA Computerunterstütztes Japanisch - für das Dekanatszentrum nur einsemestrig...)
japanisch
passt jetzt nicht zum artikel ABER
ich hab auch die japanisch LVA gemacht und war sehr enttäuscht dass weniger ECTS rausgeschaut haben als für andere studienrichtungen (und ich ging davon aus dass es mit 2 multipliziert wird weil es 2 semester gedauert hat aber das war ein trugschluss ...)
was hast du genau erreicht? doch mehr ects bekommen?
Anrechnung der vollen ECTS der zweisemestrigen LVA Computerunterstütztes Japanisch
wie ist der satz von dir genau zu verstehen?
danke & lg
Re: japanisch
Frage: Wieso macht jemand eine LVA, wenn er/sie vorher nicht weiss, wie viele ECTS er/sie dafuer bekommt?
mfg, Mati
In dem Fall vielleicht sowas
In dem Fall vielleicht sowas wie Interesse?
Aber im allgemeinen ist die Frage wie Leute ihre LVAs aussuchen natürlich schon interessant.
Keine Anrechnungen?
Ich habe jetzt erst von einem Kollegen gehört, dass wir einen neuen Dekan haben, aber ein Detail, das er mir erzählt hat stößt mir sehr sauer auf. Er behauptete, dass der Dekan gesagt haben soll, dass er generell keine Anrechnungen für Leute von HTLs geben will (kann, darf? ka). Da es in den letzten Jahren manigfaltige Veränderungen beispielsweise beim Programmieren gegeben haben soll (der Kollege erwähnte hier exemplarisch if-Schleifen), weil die Leute auf den HTLs das ja gar nicht lernen und daher alles noch mal hören müssen. Ich bin mir nicht sicher, was davon stimmt, aber sollte es nun wirklich so sein, frage ich mich ernsthaft, wofür ich 5 Jahre lang Unterrichtsfächer besucht habe, welche die Vorbereitung auf mein Studium waren. Jetzt soll ich Alles wiederholen, worin würde hier der Sinn bestehen? Warum sollte man dann überhaupt noch auf einer HTL lernen, wenn man dort so oder so nur 1, 2 oder in manchen Fällen 3 Jahre im Grunde "verschwendet" wenn keine Anrechnungen durchgeführt werden?
... welche die Vorbereitung
... welche die Vorbereitung auf mein Studium waren.
Da liegt der Hund begraben. In der HTL lernt man auch Sachen die nicht aufs Studium vorbereiten, weil sie nämlich berufsbildend sind, sprich dazu da sind dass man nachher arbeiten gehen kann.
... wenn man dort so oder so nur 1, 2 oder in manchen Fällen 3 Jahre im Grunde "verschwendet" wenn keine Anrechnungen durchgeführt werden?
Verschwendet war die Zeit dort nur wennst nix gelernt hast... wobei was meinst du eigentlich? Das mit den 2 oder 3 Jahren versteh ich nämlich gar nicht. Meinst du dass 3 Jahre verschwendet hat wenn man 2 mal durchfliegt und daher 7 Jahre fuer die HTL braucht, aber nach 4 Jahren Oberstufe (die man ja zweifelsohne in 4 Jahren geschafft hätte) auch hätte studieren können?
Nur zur Klarstellung: wir
Nur zur Klarstellung: wir haben einen neuen Studiendekan (Hannes Werthner), der Dekan (Gerald Steinhardt) ist immer noch derselbe.
Dekan: organisatorisches Oberhaupt
Studiendekan: studienrechtliches Organ, verantwortlich für die Lehre, beauftragt Lehrveranstaltungen
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