Im Moment fehlen uns noch einige Erfahrungen von Masterstudierenden, weshalb wir vorerst auch auf die jeweiligen Kapitel im Studienplan verweisen.
Computational Intelligence
Computational Intelligence ist das Masterstudium mit der größten Wahlfreiheit an der TU Wien. Nur das Seminar für DiplomandInnen und die LVA Formale Methoden der Informatik sind verpflichtend, alle anderen LVAs können aus großen Katalogen frei gewählt werden. Die LVAs sind aus den Bereichen Algorithmik, Theoretische Informatik, Artificial Intelligence und Mathematik. Der Charakter des Studiums hängt sehr stark von der LVA-Wahl ab - ein eher praxisorientiertes Studium der Artificial Intelligence ist genauso wie eine Spezialisierung auf Algorithmik und Theoretische Informatik möglich.
Die Zahl der Studenten ist gering (wenn auch mit steigender Tendenz). Aufgrund der Wahlfreiheit werden die meisten LVAs im kleinen Kreis abgehalten, schnell lernt man Mitstudenten und Vortragende persönlich kennen. Meist besteht eine starke Flexibilität bei den Terminen, die Beurteilungsmodi sind sehr studentenfreundlich.
Computergraphik & Digitale Bildverarbeitung
Wie der Name schon andeutet, ist das Studium zweigeteilt, ähnlich wie das Medieninformatik-Bak. Für beide Bereiche gibt es den Basiskatalog, der vor allem Seminare mit relativ freiem Thema enthält.
Der Computergraphik-Teil ist sehr praxisnahe und technisch orientiert. Für Lehrveranstaltungen wie Echtzeitgraphik, Computergraphik 2, Entwurf und Programmierung einer Rendering Engine, LU Virtual and Augmented Reality und LU Visualisierung muss viel programmiert werden. Allgemein im ganzen Studium kommt man nicht drum rum, haufenweise SIGGRAPH-Paper und Ähnliches zu lesen, und diese teilweise auch zu implementieren. Das Ziel dieser Ausbildung ist es, einen wissenschaftlichen Beitrag im Bereich Computergraphik erbringen zu können, wie es beispielsweise auf der SIGGRAPH oder der Eurographics üblich ist. Außerdem kann das Wissen auch zu einer Karriere wie zB im Bereich Spieleentwicklung oder medizinischen Visualisierung verhelfen. Zum Thema Computeranimation gibt es zwar eine Lehrveranstaltung mit 3 ECTS, der ganze Themenkomplex kommt aber insgesamt sehr kurz.
Wenn man an der Materie sehr viel Interesse hat, kann man auch in Betracht ziehen, sich beim TU-eigenen CG-Club zu bewerben (dazu sollte man allerdings schon etwas zum Herzeigen haben).
Für den Schwerpunkt Digitale Bildverarbeitung fehlen noch Erfahrungswerte, bitte diese im VoWi zu ergänzen!
Die Vorlesungen des ADS (Algorithmische Geometrie und Algorithmen auf Graphen) sowie die VO/UE Geometrie stehen im harten Kontrast zum restlichen Studium, da diese sehr theoretisch sind, und man den Bezug zu Computergraphik erst selber suchen muss.
Information & Knowledge Management
Medieninformatik
Medizinische Informatik
Software Engineering & Internet Computing
Das klassische Informatik-Studium: Programmierung und Software Entwicklung stehen im Vordergrund, daneben spielen Computer Netzwerke, das Internet und verteilte Systeme eine Rolle. Dieser Informatik-Master hat im Moment die meisten Studierenden, sowie einen großen Vorteil: der Wahlfachkatalog ist der größte der Informatik Masterstudien. Du kannst aus einem großen Angebot viele Speziallehrveranstaltungen in den Bereichen Software Entwicklung, Theoretische Informatik, Verteilte Systeme und Internet Computing sowie Wirtschaft und Management wählen.
Der größte Nachteil das Studiums: Alle Pflichtlehrveranstaltungen bis auf eine sind keine reinen Vorlesungen (VOs), das heißt du musst dich mit extrem vielen Übungen herumschlagen. Auch bei den Wahllehrveranstaltungen gibt es nur wenige VOs. Einerseits hat das den Vorteil, dass du den Stoff zwar laufend verinnerlichst und mehr hängen bleibt, andererseits entsteht aber ein hoher Zeitaufwand bei der Absolvierung einer LVA.
Technische Informatik
Der Master Technische Informatik ist neben Computational Intelligence wohl das theorielastigste Master Studium.
Im Studienplan steht: "Im Gegensatz zu Bachelor-Lehrveranstaltungen, in denen oftmals die Vermittlung von Überblicks- und Anwendungswissen ("wissen wie“) im Vordergrund steht, sind die Lehrveranstaltungen des MTIs primär der Vermittlung von Spezial- und Hintergrundwissen ("wissen warum“) gewidmet. Weitere generelle Lehrziele von Masterlehrveranstaltungen sind formal-mathematische Fähigkeiten, Abstraktionsvermögen und Wissen um Zusammenhänge."
Dies ist nicht einfach nur schön klingendes blabla, sondern wird so gehandhabt. Die Pflichtfächer behandeln hauptsächlich die Berechnung von analogen (Signale und Systeme 1) und digitalen Schaltungen (Signale und Systeme 2), Diskrete Mathematik und die Analyse von verteilten Algorithmen (Verteilte Algorithmen und Dependable Distributed Systems).
Programmierfähigkeiten werden in den Pflichtfächern kaum noch vermittelt. Ein klein wenig programmieren darf man noch in Simulation, ansonsten bleiben nur noch die Wahlfächer. Dies sollte natürlich nicht rein negativ gesehen werden, da die LVAs vor allem präzise und strukturierte Arbeitsweisen trainieren sollen, die langfristig gesehen womöglich sinnvollere Fähigkeiten, als nur gut programmieren zu können, darstellen. Rein nach dem Motto: Programmieren etc. lernt man dann eh im Job.
Interesse und ein gewisses Talent für Mathematik, speziell Beweisführung für diskrete Mathematik, Verteilte Algorithmen und Dependable Distributed Systems sowie Integral-, Differenzialrechnung und Transformationen (z, Fourier, Laplace) für Signale und Systeme 1/2, sind daher aber eine wichtige Voraussetzung für diesen Master, da sonst der Frustfaktor sehr schnell steigt.
Wie im Bakk TI aber ganz besonders im Master sind einige Professoren der Meinung rein durch (extrem) hohen Arbeitsaufwand die Qualität der Lehre auf internationales Spitzenniveau heben zu können (verglichen wird hier gern mit amerikanischen "Eliteuniversitäten", dem ETH und ähnlichen Einrichtungen). Darunter leidet das Klima leider extrem und der Frustfaktor kann teilweise sehr hoch sein.
Im Vergleich zu den Pflichtfächern sind viele der Wahlfächer dafür relativ entspannt und das Angebot ist ausreichend groß.
Wer lieber mehr Praxiswissen erwerben will, sollte einen Blick auf den Computertechnik Studienplan der Elektrotechniker werfen. Dieser kann mit dem Bakk TI ohne zusätzliche LVAs inskribiert werden und ist sehr viel praxisorientierter.
Wirtschaftsingenieurwesen Informatik
Individuelle Studien
Außerdem gibt es auch noch die Möglichkeit ein individuelles Master-Studium zu machen. Allerdings muß dies zuerst von der Studienkommission genehmigt werden. Hier eine Liste der seit 2005 genehmigten individuellen Master-Studien für Informatik:
- Musikinformatik (2010)
- Computer and Network Security (2009)
- Computer and Network Security (2009)
- Computer and Network Security (2009)
- Computer and Network Security (2009)
- Game Design (2008)
- Bioinformatik (2007)
- Computer- und Datensicherheit (2007)
- Gestaltung von Multimedia-Systemen (2006)
- Kunstinformatik (2005)
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