Dieses FAQ soll (hoffentlich) alle Fragen rund um die Einführung neuer Studienpläne an der Uni Wien und der Umstellung auf eine neue Studienplanversion an der TU Wien klären.
Aufgrund der komplexen Thematik bitten wir dich ganz besonders, diese FAQs und die offiziellen Quellen genau und im Zweifelsfall auch mehrmals durchzulesen. Außerdem bitten wir dich, gegebenenfalls die Seriösität von Quellen zu hinterfragen - leider werden im Informatik-Forum viel zu oft Halbwahrheiten gepostet!
Den offiziellen Studienplan der TU Wien findet ihr hier, der offizielle Studienplan der Uni Wien ist hier zu finden. Die Übergangsbestimmungen der TU Wien findet ihr auf der Homepage der Studienkommission.
- 1 Allgemein
- 2 Das interuniversitäre Studium
- 3 Die neuen Studienpläne an der TU Wien
- 3.1 Wo gibt es die neue Studienplanversion?
- 3.2 Kann ich mein bisheriges Studium auf der TU weiter studieren?
- 3.3 Von der Uni Wien auf die TU Wien wechseln
- 3.4 Muss ich jetzt Pflichtfächer machen, die vorher nicht in meinem Studienplan standen?
- 3.5 Werden Zeugnisse nutzlos oder gar ungültig?
- 3.6 Kann ich nach wie vor LVAs nach dem alten Modus machen?
- 3.7 HTL-Anrechnungen
- 3.8 Änderungen in den Bachelorstudien
- 3.9 Änderungen in den Masterstudien
- 3.9.1 Alter Bachelor - Neuer Master?
- 3.9.2 931: Computational Intelligence
- 3.9.3 932: Computergrafik & Digitale Bildverarbeitung
- 3.9.4 933: Information & Knowledge Management
- 3.9.5 934: Intelligente Systeme
- 3.9.6 935: Medieninformatik
- 3.9.7 936: Medizinische Informatik
- 3.9.8 937: Software Engineering & Internet Computing
- 3.9.9 938: Technische Informatik
- 3.9.10 939: Wirtschaftsingenieurwesen Informatik
- 3.10 Übergangsbestimmungen auf der TU Wien
- 4 Die neuen Studienpläne auf der Uni Wien
- 5 Der ganze kindische Hick Hack
Allgemein
Im Wintersemester 2006 gab es einen großen Haufen Änderungen:
- TU Wien und Uni Wien haben bis dahin die Informatikstudien gemeinsam angeboten ("interuniversitäres Studium"). Dies ist nun nicht mehr so.
- Auf der Uni Wien gibt es komplett neue Informatikstudien, die sich sowohl inhaltlich als auch vom Aufbau her stark von den bisherigen Studien unterscheiden. An der Uni Wien hauptinskribierte haben zumindest formal das Recht, nach den alten Plänen fertig zu studieren.
- Die TU Wien hat die bisherigen Studienpläne "geändert". Das bedeutet das es eigentlich keine "neuen Studienpläne" gibt sondern der Studienplan, in dem wir alle studieren, geändert wird. Ab diesem Semester studieren daher alle an der TU hauptinskribierten in der neuen "Studienplanversion".
Ab diesem Semester muss leider eine Unterscheidung zwischen Menschen, die an der Uni Wien bzw. an der TU Wien hauptinskribiert sind, getroffen werden. Neben dem allgemeinen Teil gibt es für beide Gruppen einen eigenen Teil um die Auswirkungen der Änderungen gesondert zu erklären.
Für welche Studien ändert sich jetzt was?
Betroffen sind sämtliche Informatik-Bakkalaureate und -Magister, also 53x und 93x, sowie Wirtschaftsinformatik. Nicht betroffen (vorerst zumindest) sind Informatik-Lehramt und Informatikmanagement.
Werden Zeugnisse nutzlos oder gar ungültig?
Alle Zeugnisse, die du bis jetzt gemacht hast, bleiben auf jeden Fall gültig, egal auf welcher Universität du die LVA gemacht hast. Natürlich ist es auch noch immer egal, ob du ein Zeugnis auf der Uni Wien oder TU Wien gemacht hast - egal ob du auf der Uni Wien oder TU Wien hauptinskribiert bist. Nur bei LVAs, die du in der Zukunft machst, ist das nicht mehr ganz so egal (s.u.).
Betrifft das auch die MedUni?
Entgegen dem, was ursprünglich bekannt war, hat die MedUni jetzt auch definitiv die Zusammenarbeit mit der TU gekündigt. Sie wird gemeinsam mit der Uni Wien ein "Medizininformatik" Bachelor/Master anbieten.
Kann ich noch LVAs auf der MedUni machen?
Die bisherigen Studien (auch Medizinische Informatik Bakk/Mag) waren Studien die gemeinsam von TU und Uni Wien angeboten wurden, die MedUni hat lediglich "kooperiert". Rechtlich ist sie daher leider nicht verpflichtet die LVAs, die sie bisher angeboten hat auch weiterhin anzubieten. Es gibt aber ein Versprechen, das sie das noch 2 Jahre tun werden.
Sollte sich die MedUni wider erwarten "unfreundlich" verhalten, sind TU und Uni Wien verplichtet, euch Ersatz-LVAs anzubieten, ihr braucht also keine Sorgen haben, dass ihr nicht abschließen könnt.
Sollten die Wochenstunden nicht durch ECTS ersetzt werden?
Ja, die Wochenstunden wurden jetzt zur Gänze durch ECTS ersetzt. Es wird so gehandhabt, dass 1 Semesterwochenstunde genau 1.5 ECTS entsprechen. Insgesamt wird das Bachelor (vom Gesetzgeber vorgeschrieben) 180 ECTS umfassen (30 ECTS pro Semester). Damit sinkt der Aufwand für den Bachelor um 10 WS (momentan 130 WS, nachher 120 WS).
Durch das UG02 (§ 51, Absatz 2, Zeile 26) ist übrigens geregelt, dass 1 ECTS einem Aufwand für eineN durchschnittlicheN StudierendeN von insgesamt 25 Stunden entsprechen sollen (Um genau zu sein, ein Jahr hat 1500 Arbeitsstunden was 60 ECTS entsprechen soll).
Das interuniversitäre Studium
Was genau ändert sich durch das Ende des interuniversitären Studiums?
- Ihr werdet nicht mehr automatisch mitbelegt.
- Eine Universität, in unserem Fall die Uni Wien, muss komplett neue Studienpläne anbieten.
- Die Uni Wien muss auf einmal wesentlich mehr Lehrveranstaltungen anbieten, da sie jetzt nicht mehr auf die TU verweisen kann. (Ein positiver Nebeneffekt?)
- Es wird nicht mehr so einfach möglich sein an der Universität, an der du nicht hauptinskribiert bist, den Abschluss zu machen (siehe unten).
- LVAs aus den neuen Studienplänen der Uni Wien bzw. aus der neuen Studienplanversion der TU Wien für das Studium an der jeweils anderen Uni zu verwenden ist nicht mehr so einfach (s.u.)
... und was ändert sich nicht?
- Bisher erbrachte Leistungen bleiben auf jedenfall gültig. Zeugnisse für die alten interuniversitären Studien können, unabhängig davon, von welcher Uni sie kommen, auf beiden Unis für einen Abschluss verwendet werden.
- Ihr könnt natürlich weiterhin LVAs als Freifächer auf der jeweils anderen Uni machen. Ihr könnt ja schon jetzt auf jeder beliebigen Uni mitbelegen (und auch nur einmal Studiengebühren dafür zahlen) um LVAs auf anderen Unis belegen zu können. Das geht natürlich auch auf der Uni Wien bzw. TU Wien.
Kann ich LVAs aus dem neuen Studienplan bzw. der neuen Studienplanversion für mein Studium auf der jeweils anderen Uni verwenden?
Machst du LVAs aus den neuen Studienplänen der Uni Wien bzw. aus der neuen Studienplanversion der TU Wien werden sie dir nicht mehr automatisch für ein Studium an der jeweils anderen Uni angerechnet. Es handelt sich jetzt um zwei unterschiedliche Studienpläne, rechtlich sind die Informatik-Studienpläne so verschieden wie Technische Chemie und Niederlandistik. Willst du diese LVAs für dein Studium als etwas anderes als ein Freifach verwenden, muss der jeweils Zuständige (Studiendekan Freund bzw. Studienprogrammleiter Klaas) die inhaltliche Äquivalenz feststellen. Ob diese vorliegt, liegt ganz im Ermessen des Zuständigen.
Wir hoffen, dass sich in Zukunft zumindest ein paar Äquivalenzen herauskristallisieren, wo dann standardmäßig zumindest einige LVAs auf der jeweils anderen Uni gemacht werden können. Das kann aber nur die Zeit zeigen. Wer mutig ist, und schon jetzt eine LVA der anderen Uni machen will, sollte das vielleicht mit Freund/Klaas vorher absprechen.
Die neuen Studienpläne an der TU Wien
Auf der TU Wien wurden die bisherigen (53x und 93x) Studienpläne geändert. Es gibt daher keine "neuen" Studienpläne, lediglich eine alte und eine neue Version ein und des selben Studienplans.
Wo gibt es die neue Studienplanversion?
Hier ist der Studienplan der TU, die Übergangsbestimmungen findest du auf der Homepage der Studienkommission.
Weiter unten gibt es noch ein kleines How-To darüber, wie diese Kataloge zu lesen sind.
Kann ich mein bisheriges Studium auf der TU weiter studieren?
Nein. Ab dem WS06 kann nur noch nach der aktualisierten Version eingereicht werden. Hast du bereits davor studiert, steht dir aber die Nutzung der Übergangsbestimmungen offen. Diese Übergangsbestimmungen regeln, wie jene LVAs, die nun nicht mehr oder mit verändertdem Namen/Umfang im Studienplan stehen, für dein Studium verwenden werden können.
Von der Uni Wien auf die TU Wien wechseln
Die Übergangsbestimmungen der TU Wien gelten auch für Studierende, die auf der Uni Wien hauptinskribiert waren und jetzt (oder in den nächsten Semestern) auf die TU Wien wechseln. Wenn du also das machst, gelten für dich genau die selben Regelungen wie für "ganz normale" TU-Studierende.
Muss ich jetzt Pflichtfächer machen, die vorher nicht in meinem Studienplan standen?
Du musst prinzipiell nach der neuen Studienplanversion weiter studieren. Wie der Wechsel funktioniert, ist in den Übergangsbestimmungen erklärt. Auch ob du Fächer, die du nach den alten Plänen nicht hättest machen müssen, jetzt machen musst, ergibt sich erst aus den Übergangsbestimmungen.
Werden Zeugnisse nutzlos oder gar ungültig?
Alle Zeugnisse, die du bis jetzt gemacht hast, bleiben auf jeden Fall gültig, egal auf welcher Universität du die LVA gemacht hast. Natürlich ist es auch noch immer egal, ob du ein Zeugnis auf der Uni Wien oder TU Wien gemacht hast - egal ob du auf der Uni Wien oder TU Wien hauptinskribiert bist. Nur bei LVAs, die du in der Zukunft machst, ist das nicht mehr ganz so egal (s.u.).
Kann ich nach wie vor LVAs nach dem alten Modus machen?
- Für Vorlesungen muss es natürlich nach wie vor 3 Semester nach der Abhaltung Prüfungstermine geben, die du natürlich auch machen kannst.
- Für Übungen mit einer verpflichtenden Prüfung die im letztes Semester abgehalten wurden, muss es natürlich genauso dieses Semester noch Termine für die Prüfung geben (natürlich musst du da den Übungsteil schon haben).
- Werden LVAs (oder Vorlesungen) nach dem alten Modus noch angeboten, so kannst du sie auf jeden Fall machen. Dies ist lt. Übergangsbestimmungen aber nur noch bis zum SS08 möglich.
- Die Uni Wien wird angeblich noch einige LVAs nach altem Prüfungsmodus anbieten, die Prüfung dafür kannst du nach wie vor machen. Dazu gibt es auch einen Absatz in den Übergangsbestimmungen (s.u.).
HTL-Anrechnungen
Menschen, die bereits vor dem WS 06 inskribiert waren, können sich nach wie vor die alten 32 SWS anrechnen lassen. Studiendekan Freund bittet allerdings, das bald zu tun. Die Zeugnisse können dann bei den Anrechnungen als ganz normale Zeugnisse verwendet werden.
Änderungen in den Bachelorstudien
Umfang
Durch die Umstellung von SWS auf ECTS ergibt sich auch eine Änderungen im Umfang:
- Ein Bachelorstudium hat nach wie vor 180 ECTS....
- ... eine SWS entspricht 1.5 ECTS...
- ... ein Bachelorstudium hat nur noch 120 SWS!
- Die Freifächer entsprechen 10% des Studiums, also 18 ECTS, was (von den ECTS-Punkten her) eine Steigerung ist. Das ist übrigens das minimum das der Gesetzgeber vorschreibt, vom Gesetz her wären mehr, aber nicht weniger Freifächer erlaubt.
Grundstudiumsregelung (a.k.a. "Studieneingangsphase")
Um körperlich Behinderten und chronisch Kranken (~5%), nebenbei Arbeitenden (~70%!) und Menschen, die vorgefertigte Stundenpläne nicht mögen, das Studium zu vermiesen und um die AbsolventInnenquote zu senken, wurde eine "Grundstudiumsregelung" (oft fälschlicherweise als Studieneingangsphase bezeichnet) eingeführt: Du musst zumindest 54 von 60 ECTS aus dem Grundstudium haben um LVAs aus dem 4., 5. oder 6. Semester absolvieren zu dürfen.
Diese Beschränkung gilt auf keinen Fall für Menschen, die bereits vor dem WS06 Informatik studiert haben!! Selbst wenn du nachher z.B. auf ein anderes Bachelorstudium wechselst, ist die Grundstudiumsregel für dich NICHT relevant! Solltest du aufgrund der Grundstudiumsregel bei deinem Studium behindert werden, wende dich bitte sofort an uns (Kontakt!
Änderungen in allen Bachelors
Ein Großteil des Grundstudiums des Winf-Studiums wird in Zukunft gemeinsam mit den Informatikstudien abgehalten werden. (Macht euch auf vollere Hörsäle gefasst!)
- Mathematik, Statistik und Theoretische Informatik
| Alt | Neu | Anmerkung |
|---|---|---|
| 1.5 UE Mathematik 1 | 3.0 UE Mathematik 1 | |
| 1.5 UE Mathematik 2 | 3.0 UE Mathematik 2 | |
| 1.5 UE Statistik | 3.0 UE Statistik | |
| 4.5 VU Theoretische Informatik 2 | gestrichen | taucht im Master als "Formale Methoden der Informatik" wieder auf. |
- Es wurde also der Aufwand aller Übungen verdoppelt. Ursprünglich gab es eine Zusage, dass der Aufwand ebenfalls gleich bleibt, dieses Versprechen wurde doch (siehe Übungstests) gebrochen.
- In Mathematik 1 & 2 ändert sich der Stoff ein wenig: In Mathematik 1 kommen Graphentheorie und Kombinatorik, dafür wird Integralrechnung auf Mathematik 2 verschoben. (inoffiziell haben Panholzer und Drmota das schon davor umgesetzt)
- Theoretische Informatik 2 verschwindet ganz aus dem Studienplan und taucht nun in den Masterstudien als "Formale Methoden der Informatik" wieder auf
- Informatik & Gesellschaft, Projektmanagement
| Alt | Neu | Anmerkung |
|---|---|---|
| 3.0 VO Informatik und Gesellschaft 1 | 3.0 VU Gesellschaftliche Spannungsfelder der Informatik | Umbenannt und nun eine VU |
| 3.0 VU Informatik und Gesellschaft 2 | 3.0 VU Gesellschaftswissenschaftliche Grundlagen der Informatik | nun im ersten Semester |
| 3.0 PS Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens | 3.0 SE Grundlagen methodischen Arbeitens | umbenannt und anderer Typ |
| 3.0 VU Projektmanagement | gestrichen | s.u. |
| - | 3.0 VU Objektorientierte Modellierung | Pflicht für alle im 2. Semester |
- Projektmanagement wird nun nur noch in "Software Engineering und Projektmanagement" gelehrt, der Nachfolge LVA von Software Engineering.
- Objektorientierte Modellierung entspricht "Objektorientierte Analyse und Entwurf" aus dem alten 534
- Objektorientierte Modellierung und Datenmodellierung werden nun abgestimmt nacheinander angeboten: Datenmodellierung ist in der ersten Hälfte des Semesters, Objektorientierte Modellierung schließt daran an.
- Programmieren, Algorithmen
| Alt | Neu | Anmerkung |
|---|---|---|
| 7.5 AU Einführung in das Programmieren | 6.0 VU Einführung in das Programmieren | Abspeckung für die Winf :-) |
| - | 3.0 VL Objektorientierte Modellierung | nun überall Pflicht (3. Semester) |
| 4.5 VO Algorithmen und Datenstrukturen 1 3.0 UE Algorithmen und Datenstrukturen 1 |
6.0 VL Algorithmen und Datenstrukturen | zusammengelegt |
| - | 2.0 VU Algorithmen und Datenstrukturen 2 | Pflicht für alle im 3. Semester |
| 3.0 VO Software Engineering 1 4.5 LU Software Engineering 1 |
3.0 VO Software Engineering und Projektmanagement 6.0 LU Software Engineering und Projektmanagement |
535: siehe unten! |
- Algorithmen und Datenstrukturen 1 ist nun mit einem praktischen Programmierbeispiel und weniger theoretischen Beispielen
- Die Inhalte von AlgoDat 1 & 2 werden umgeschichtet und einige komplexere Themen fliegen ganz raus bzw. werden in andere LVAs verschoben.
- "Software Engineering und Projektmanagement" ist nun nicht mehr für alle Pflicht, das Bachelorstudium Technische Informatik (535) hat nun statt dessen "Embedded Systems Engineering" mit gleichem Umfang (und gegeneinander anrechenbar).
- Seminar, Praktikum
| Alt | Neu | Anmerkung |
|---|---|---|
| 10.0 PR Projektpraktikum mit Bakkalaureatsarbeit | 6.0 PR Projektpraktikum | nun ohne Bachelorarbeit |
| 5.0 SE Seminar mit Bakkalaureatsarbeit | 6.0 SE Seminar mit Bachelorarbeit | - |
531: Data Engineering & Statistics
Die "Giganten"-LVA Basiskurs Statistik (13,5 ECTS / 9 WS) wird in mehrere kleine LVA's aufgespalten.
TODO
532: Medieninformatik
Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Abgesehen von den gemeinsamen Neuerungen gibt es folgende Änderungen:
- Computernumerik ist nur mehr Wahlfach für Zweig Computergrafik
- Datenbanksysteme VO+LU fällt weg (sic!)
TODO
533: Medizinische Informatik
Abgesehen von den gemeinsamen Neuerungen gibt es folgende Änderungen:
- Kleine Änderungen
- Biometrie ist jetzt im 4ten Semester empfohlen
- Wegfallendes
- Grundlagen der med. Dokumentation
- Medizinische Methodologie
- Datenmodellierung und InfSys des Gesundheitswesens
- Dazukommendes
- Datenbanksysteme
- Verteilte Systeme VO
Alles in allem also ein Schritt von Medizin weg Richtung Informatik, wie es nicht anders zu erwarten war. Die Fächer, welche immer noch drin sind, aber nur von der MU angeboten werden, kann man angeblich noch die nächsten 2 Jahre als TU-Student dort machen (Übergangsbestimmung zwischen TU und MU), ich würde trotzdem jedem raten, sie so schnell wie möglich zu erledigen, die Brücke ist am zerbröckeln...
TODO
534: Software & Information Engineering
Ohne Gewähr, exklusive gemeinsame Änderungen!
- Es gibt keine zwei Schwerpunkte mehr, sondern nur noch ein gemeinsames Vertiefungsfach!
- Für alle ändert sich:
- Semistrukturierte Daten dazu (4. Sem).
- SE 2 heißt jetzt "Advanced Software Engineering".
- UID wird ins 5. Sem verschoben.
- Neues Pflichtfach "Grundzüge der Artificial Intelligence" als 3 ECTS (2 WS) VO (4. Sem).
- Systemnahe Programmierung jetzt als 4,5 ECTS (3 WS) VL statt 3 ECTS (2 WS) LU.
- Übersetzerbau als 4,5 ECTS (3 WS) VL statt 3 ECTS (2 WS) VO + 4,5 ECTS (3 WS) LU.
- Für die SE-ler ändert sich:
- Einführung in wissensbasierte Systeme kommt dazu (3 ECTS [2 WS] VO + 1,5 ECTS [1 WS] LU).
- Für die IE-ler ändert sich:
- AI Methoden der Datenanalyse und Einführung in die AI fällt weg, dafür Grundzüge der AI (siehe oben)
- Intelligente Softwareagenten sieht man im Mag wieder.
- Das Seminar "Wissenschaftliches Arbeiten" (NICHT "Grundlagen wiss. Arbeitens") fällt auch weg.
TODO
535: Technische Informatik
Hier hat sich im Vergleich zu anderen Bakkalaureaten recht viel getan:
- Neu hinzugekommen:
- Mathematik 3 (VO/UE mit 3/3 ECTS) im dritten Semester. (Braucht vor allem Gruenbacher mit seiner Elektrotechnik!)
- Regelungstechnik als 3 ECTS VU. Einführung in die digitale und kontinuierliche Regelungstechnik (Grundlagen, Mathematische Modellierung und Analyse)
- Sensor/Aktor-Systeme als VO mit 1,5 ECTS. Funktionsprinzipien und Einsatz moderner Sensoren und Aktoren; zugehörige LU im Wahlfachkatalog.
- Dependable Systems als 3 ECTS VU: Ist als Ersatz für Fehlertollerante Systeme und Desasteranalyse gedacht
- weggefallen
- Fehlertolerante Systeme und Desasteranalyse (dafür "Dependable Systems")
- Verteilte Systeme (ersatzlos gestrichen)
- Einführung in die Automation (dafür Regelungstechnik und Sensor/Aktor-Systeme)
- Geändert:
- Systemnahe Programmierung ist jetzt eine 4,5 ECTS VL (das sind 3 WS)
- Physik heißt jetzt "Modellbildung in der Physik" und ist jetzt aufgeteilt auf VO/UE mit 3/1,5 ECTS, also insgesamt eine Stunde weniger.
- Embedded Systems Programming heißt jetzt "Embedded Systems Engineering", hat 6 ECTS und hat noch eine 3 ECTS VO dazu. Das hat nicht zufälligerweise den selben Umfang wie das allgemeine Software Engineering: Das ist das Software Engineering für Technische InformatikerInnen, dafür "Software Engineering und Projektmanagement" nicht im Studienplan.
- Signalprozessoren hat jetzt 3 ECTS außerdem gibts eine UE im Wahlfachkatalog (s.u.)
- Verschoben
- Digitales Design VO kommt ins 4te Semester
- Digitales Design LU kommt gar ins 5te Semester
- Kommunikationsprotokolle kommt ins 4te Semester
- Der Wahlfachkatalog ist eine Augenauswischerei:
- Man muss aus dem Katalog insgesamt 7,5 ECTS auswählen, wobei es
- 2 LVAs mit 3 ECTS (Sensor/Aktor UE, Signalprozessoren UE) und
- 3 LVAs mit 4,5 ECTS (Übersetzerbau, jetzt als 4,5 ECTS VL, Didaktik in der Technischen Informatik SE (für Tutoring Programme) und Hardware Modellierung VL - DiDeLU für Fortgeschrittene) gibt.
Änderungen in den Masterstudien
Allgemein gab es bei den Masterstudien einen Trend, die Wahlmöglichkeiten auf der einen Seite zu erhöhen und auf der anderen Seite Zwang auszuüben:
- Zwänge, eine bestimmte Anzahl Basisfächer aus bestimmten Katalogen zu wählen, entfallen oft.
- Dafür gibt es aber oft eine Liste von "Pflichtfächern" neben dem Seminar für DiplomandInnen, die immer "Formale Methoden der Informatik" (der Nachfolger von "Theoretischer Informatik 2") beinhalten, aber auch Fächer beinhalten können, die jeder beherrschen sollte und damit auch jeder machen muss. Oft wird dies aber so genutzt, dass damit Quereinsteiger aufs selbe Level gebracht werden.
- Beispiel medizinische Informatik: Hier sind z.B. "Anatomie" und "Pathologie" Pflicht, obwohl sie es im Bachelorstudium schon sind. Machen müssen sie dann daher nur die Leute, die diese Fächer im Bachelor noch nicht gemacht haben. Alle anderen können stattdessen Basisfächer wählen. Das gilt übrigens auch für die oben genannte Theoretische Informatik 2 Nachfolgevorlesung - alle, die das noch im alten Bachelormodell gemacht haben, können sich diese LVA im Master sparen, wenn sie sie für den Bachelorstudien verwenden.
Alter Bachelor - Neuer Master?
Das ist natürlich problemlos möglich, es gelten die selben Regeln wie immer, insbesondere, dass ihr Fächer, die ihr im Rahmen des (in dem Fall alten) Bachelors schon für euren Abschluss verwendet habt, nicht mehr fürs Masterstudium verwenden könnt. Auf gut Deusch: Ihr könnt kein Zeugnis zweimal verwenden.
Gerade bei "Alter Bakk - Neuer Mag" stellt sich aber dann die Frage was z.B. mit Theoretischer Informatik 2 passiert, das ihr ja dann sowohl in eurem Bachelor als Pflicht hattet (und daher schon habt) und jetzt in eurem Master aber erst wieder machen müsstet.
Ihr habt da zwei Möglichkeiten:
- Sofern dank Übergangsbestimmungen möglich, könnt ihr die LVA nicht für euren Bakk-Abschluss verwenden und habt dann eben schon ein Zeugnis fürs Masterstudium.
- Geht das nicht (weil ihr es nicht mit den Übergangsbestimmungen wegtauschen könnt) oder wollt ihr das nicht, müsst ihr das Fach natürlich nicht zweimal machen, sondern könnt eine andere Lehrveranstaltung aus den Wahlfachkatalogen (des Masterstudiums) statt dessen aussuchen.
931: Computational Intelligence
Hier will man den Praxisbezug steigern und ein paar Fächer aus Intelligente Systeme retten. Die beste Neuerung: Basis- und Wahlfächer haben Stundenanzahl (bzw ECTS-Anzahl) getauscht, was wesentlich mehr Wahlfreiheit bringt. Die Kataloge wurden ein bisschen umgeordnet, es ist jetzt unterteilt in:
- Algorithmik
- Artificial Intelligence
- Mathematik und Statistik
- Theoretische Informatik und Logik
Der 4-aus-jedem-Zwang entfällt, in Zukunft kann man ein Gebiet, wenn es einem nicht so gefällt, also komplett meiden.
Speziell im Mathematik-Katalog will man LVAs aus dem neuen Mathematik-Bakkalaureatsstudium eingliedern, evtl. sogar den Studierenden freie Wahl aus diesem Studium in Form einer begrenzten Anzahl Fächer als Wahlfächer daraus ermöglichen, das ist aber derweil nur im Gespräch. Höhere Mathematik und Statistik 2 fallen übrigens raus bzw. werden eventuell umbenannt.
In den AI-Wahlfächern finden sich einige der Fächer, die es früher in Intelligente Systeme gab und an der TU angeboten werden (z.B. Bildverstehen, Computerunterstützte Therapieplanung usw...)
932: Computergrafik & Digitale Bildverarbeitung
TODO
933: Information & Knowledge Management
TODO
934: Intelligente Systeme
Das Studium "Intelligente Systeme" (934) wird nicht fortgeführt. Übergangsbestimmungen werden den Umstieg auf das Studium 931 ermöglichen, wobei im Rahmen von 934 erbrachte Leistungen für 931 anerkannt werden.
935: Medieninformatik
TODO
936: Medizinische Informatik
In die Pflichtfächer kommen neben einem Praktikum von 6 ECTS Biochemie, Anatomie, Pathologie und medizinische Versorgung (letztere sind nur von Leuten zu absolvieren, die nicht aus dem MedInf-Bachelor kommen, andere haben sie ja schon).
Auch hier entfällt die 4-aus-jedem-Regelung. So braucht man nicht aus jedem Katalog wählen. Die Kataloge wurden etwas verändert, sie heißen jetzt:
- Klinische Medizin und Biomedizinische Technik
- Biosignalverarbeitung und Computersimulation
- Informationsverarbeitung
- Management
Wie man sieht also eine starke Kürzung der Medizin und Aufwertung der Wirtschaft in diesem Studium. Im Informationsverarbeitungs-Katalog finden sich einige interessante AI-Fächer wieder. Die anderen beiden Kataloge bieten den Rest an Medizin, der noch bleibt.
Die Seminare der einzelnen Kataloge wurden entfernt und stattdessen ein "Seminar aus medizinischer Informatik" eingeführt, in dem man jede Richtung machen kann (aber natürlich nur einmal statt viermal)
937: Software Engineering & Internet Computing
TODO
938: Technische Informatik
TODO
939: Wirtschaftsingenieurwesen Informatik
TODO
Übergangsbestimmungen auf der TU Wien
Die Übergangsbestimmungen können auf der Homepage der Studienkommission heruntergeladen werden.
Allgemein
- Die Übergangsbestimmungen gelten für alle Studierenden, die vor WS06 bereits informatik studiert haben, egal ob sie auf der Uni Wien oder TU Wien hauptinskribiert waren.
- An der Uni Wien hauptinskribierte müssen natürlich auf die TU wechseln, wenn sie dort den Abschluss machen wollen.
- Die Nutzung der Übergangsbestimmungen ist optional.
- Sollten dir die Übergangsbestimmungen Nachteile bringen (wenn du z.B. den Übergangsbestimmungen nach Fächer umsonst gemacht hast), kann Studiendekan Rudi Freund ("Studienrechtliches Organ") die Übergangsbestimmungen individuell für dich modifizieren.
- Interessanter Punkt: Zeugnisse von Uni Wien/MedUni können verwendet werden, solange das Stoffsemester (also das Semester, wo die jeweilige LVA das letzte mal gehalten wurde) des Zeugnisses das SS 2008 oder früher ist. Bietet also die Uni Wien bis SS 2008 noch LVAs aus dem alten Studium an, könnt ihr sie ganz normal machen!
(Extrem)Beispiel: Bietet die Uni Wien im SS 2008 "Grundzüge der Informatik VO, 4.0" an, kannst du (es ist ja ne VO) noch bis 3 Semester nachher die Prüfung dafür machen und noch für deinen Abschluss verwenden. - Die Grundstudiumsregelung gilt nicht für Studierende, die schon vor dem WS06 Informatik inskribiert waren.
Äquivalenz-Katalog
Der Hauptteil der Übergangsbestimmungen besteht aus einer zweispaltigen Liste von Lehrveranstaltungen. Die linke Spalte beinhaltet die neuen Studienplanversion, die rechte die alte.
- Sind sich zwei LVAs in der selben Zeile gegenübergestellt, so können sie nicht beide für den Abschluss verwendet werden. Zwar könntest du, sofern sich Titel und/oder Umfang unterscheidet, beide Prüfungen machen, allerdings könntest du dann eine beliebige davon nicht für deinen Abschluss verwenden, selbst eine Verwendung als Freifach ist unmöglich!
- Für Bakk: hatt eine Zeile kein 'a' daneben stehen, so musst du für den Abschluss auf jedenfall diese LVA besucht haben, ob die neue oder alte Version ist prinzipiell egal.
- Es zählt auf jedenfall der Umfang (ECTS Punkte), in dem die LVA besucht wurde.
Da sich die genauen Übergangsbestimmungen von Studium zu Studium unterschiedlich sind, wollen wir hier keine genauen Regelungen beschreiben. Im Prinzip sind die Übergangsbestimmungen aber sehr genau. Wer noch hilfe braucht, kann natürlich (zu den Journal-Zeiten) in die Fachschaft kommen und Fragen dazu stellen.
Die neuen Studienpläne auf der Uni Wien
Auch ein FAQ hat es mittlerweile auf die Uni Wien Seite geschafft: FAQ Neue Studien
Nach der Ankündigung bei der Best gibts auch einen Artikel im WebStandard
Weitere Informationen, die Uni Wien betreffend, findet ihr wahrscheinlich hauptsächlich auf der Homepage der /bin.
Kann ich mein bisheriges Studium auf der Uni Wien weiter studieren?
Da die Uni Wien komplett neue Studien (auch mit neuen Kennzahlen und so) anbieten muss, ist das relativ einfach zu beantworten: Mensch hat das Recht darauf, das Studium das er/sie inskribiert hat, auch fertig studieren zu können. Die Universität muss euch dafür mindestens die Mindeststudiendauer+1 Semester (also 7 bei den Bakkalaureats-studien und 5 bei den Magister-studien) Zeit geben . Auf der Uni Wien werdet ihr wahrscheinlich auch nicht viel mehr Zeit dafür haben.
Natürlich wird so ein Studium aber dann nicht mehr ganz so einfach sein und etwas an organisatorischen Geschick und bürokratischer Ausdauer verlangen. Die Uni Wien ist nicht mehr verpflichtet, LVAs aus dem alten Studienplan weiter anzubieten. Es muss aber Äquivalenz-Kataloge geben, die die Anrechnungen von alten auf neuen Studienplan und umgekehrt regeln.
Von der TU Wien auf die Uni Wien wechseln
Willst du auf die Uni Wien wechseln, so kannst du nur den neuen Studienplan der Uni Wien inskribieren und unterliegst damit auch allen Beschränkungen.
Der ganze kindische Hick Hack
Falls euch die Streitereien zwischen Uni Wien und TU interessieren findet ihr hier einige FAQs dazu ;-)
Wer hat jetzt wem die Zusammenarbeit gekündigt?
Den formalen Akt der Trennung hat, soweit wir wissen, wohl die TU gemacht, allerdings hat sich da vorher schon (die Jahre davor!) einiges an "Geplänkel" abgespielt. Es lässt sich daher nicht so einfach sagen welche Uni jetzt "schuld" ist (was erstaunlich viele interessiert, aber eigentlich natürlich völlig egal ist).
Brief von Rudi Freund
Ja, gibt es. Er ging an alle Professoren, Assistenten, Forschungsassistenten und die Fachschaft. Bekommen haben wir ihn am Dienstag, dem 29.11.2005 am Abend, ihr könnt ihn z.B. auf unserer Homepage lesen: Brief von Rudi Freund. Bitte beachtet, dass der Kopf ("tot" und so) etwas überhastet während der Fachschaftssitzung an dem Tag geschrieben/gepostet wurde, daher auch die rethorische Unausgereiftheit. ;-)
Stellungnahme der Uni Wien
Es gibt eine Stellungnahme der Uni Wien bezüglich der Aufkündingung der Zusammenarbeit. Gepostet wurde das ganze am 12.12.2005.
Offener Brief der Fachschaft Informatik
Wir haben zu den Änderungen der Studienplänen der TU Wien und dem Arbeitsprozess, der zu diesen Änderungen geführt hat, einen offenen Brief geschrieben, ihr könnt ihn hier nachlesen.
Reaktionen auf den offenen Brief
Natürlich gab es viele Reaktionen auf den offenen Brief. Erwähnt sei die Diskussion im Informatik-Forum, sowie offizielle Antworten von Studienkommissionsvorsitzenden Gernot Salzer (erstens und zweitens), die Antwort von Gerald Steinhardt und die Richtigstellung von Thomas Eiter.
Wir möchten an dieser Stelle nochmals darauf hinweisen, das wir, abgesehen von der Korrektur von Thomas Eiter bez. Semistrukturierte Daten, uns über keine Unwahrheiten im offenen Brief bewusst sind.
Stellungnahme der /bin
Auch die /bin hat sich zu den Studienplänen der Uni Wien kritisch geäußert, die Stellungnahme dazu findet ihr hier.
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